Sunday, December 07, 2008

Web 2.0 Tops The Gartner Hype Cycle

Web 2.0 Tops The Gartner Hype Cycle

Geospatial Semantic Web posted the 2006 Gartner hype cycle for emerging technologies. Mashups, web 2.0 and folksonomies are at the very top of the peak of inflated expectations:

Gartner's 2006 hype cycle

I'm a bit cynical about these things since they often don't stand up to scrutiny (podcasting made the 2005 list but isn't anywhere on the 2006 list). Mashups are more of a technique than a technology, and no one can agree on what web 2.0 means (it's probably not a technology either). But certainly, there are some inflated expectations.

Outlaw has more details. Gartner sells the full report.

GARTNER HYPE CYCLE 2007

GARTNER HYPE CYCLE 2007

Die Marktforscher von Gartner haben wieder einmal ihren bekannten Hype-Zyklus veröffentlicht. Im Fokus stehen dieses Jahr Web 2.0-Technologien, interaktive Benutzeroberflächen und die mobile Kommunikation. Insgesamt 36 Schlüssel-Technologien bewertet die Studie. Davon sollen zehn Technologien in den nächsten zehn Jahren einen starken Einfluss auf die Wirtschaft haben. Gartners Hype-Zyklus geht dabei grundsätzlich von einem gleichbleibenden Zyklus aus, den neue Technologien durchlaufen.

Wie funktioniert der Hype Cycle?

Zuerst sind da der Hype und gesteigerte Erwartungen, die dann zunächst in einer Enttäuschung münden. In der nächsten Phase wird langsam erkannt, wo eine Technologie realistisch gesehen einsetzbar ist, so dass sie zunehmend eingesetzt wird, bis sie zuletzt zum Alltag gehört und die Produktivität steigert. Gartner bezeichnet diese Phasen als «Technology Trigger», «Peak of Inflated Expectations», «Trough of Disillusionment», «Slope of Enlightenment» und «Plateau of Productivity». Unterschiedlich ist lediglich die Zeitspanne, die die unterschiedlichen Technologien in den einzelnen Stadien verbringen.

Hype-Zyklus 2007

Gartner Hype Cycle 07
Hype Cycle 2007 (gartner)

Das Web 2.0 gehört laut Gartner schon fast zum Alltag und erreicht demnach bald die letzte Phase des Zyklus. Interaktive Benutzeroberflächen stehen nach Jahren der Stagnation kurz vor der Kommerzialisierung. Als Beispiel werden unter anderem elektronische Zeitungen genannt. Mobile Kommunikation,Produkte und Services stecken derzeit in der Entwicklungsphase. Geolokalisation oder RFID werden als Beispiele angeführt. In der ersten Phase, dem Hype, befinden sich hingegen Mash-ups. Wikis hingegen sind gegenwärtig in der Phase der Enttäuschung. Virtuelle Welten wie Second Life werden laut Gartner erst in fünf bis zehn Jahren ihr Potential voll ausschöpfen.

Quellen: gartner, silicon.de, ChannelPartner

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Why Obama Must Go to China

OINT OF VIEW

Why Obama Must Go to China

It would be a showstopper if Obama made China his first presidential trip abroad and brought top officials.

Wie Unternehmen Open Source heute nutzen

Wie Unternehmen Open Source heute nutzen

Mit dem "Open-Source-Barometer" liefert Alfresco interessante Daten zum Einsatz von Open Source im Enterprise-Bereich. Sie decken nicht nur ECM ab, sondern auch Social-Collaboration-Tools sowie BPM- und Business Intelligence-Anwendungen.

Von Peter Marwan, 21. November 2008 

Wie nutzen Unternehmen die Möglichkeiten, die sich dank den auch bei Enterprise-Software immer zahlreicher werdenden Open-Source-Angeboten ergeben? Setzen nur ausgewiesene Open-Source-Fans solche Programme ein, oder dienen sie als Ergänzung zu klassischen Softwarelösungen? Diesen Fragen ist Alfresco nachgegangen, selbst Anbieter einer Open-Source-Enterprise-Software - und zwar schon zum dritten Mal mit einer groß angelegten Umfrage.

Das Ergebnis nennt sich Open-Source-Barometer. Es basiert auf den Angaben von über 25.000 Mitgliedern der Alfresco-Community zwischen April und September 2008. Wichtig für die Einschätzung der Ergebnisse ist es, zu wissen, dass die Mitglieder die von Alfresco angebotene Open-Source-Software für Enterprise Content Management testen und daher zumindest prinzipiell an Open Source interessiert sind.

Dennoch kann die Erhebung als weitgehend repräsentativ angesehen werden, denn schließlich beschäftigen sich laut einer aktuellen Studie der Marktforscher von Gartner fast alle großen Firmen mit Linux und Open Source: 85 Prozent setzten bereits darauf, und die restlichen 15 Prozent wollen es spätestens im kommenden Jahr tun, entweder bei ihren Server- oder ihrenClient-Lösungen.

Das "Alfresco Open Source Barometer" listet Technologien auf, die von Unternehmen bevorzugt evaluiert und eingesetzt werden. Neben Informationen zu Anwenderpräferenzen bei Betriebssystemen, Applikationsservern und Portalen wie in den beiden vorangegangenen Umfragen, liefert die aktuelle Studie erstmals auch Daten zur Verwendung von Social-Collaboration-Tools wie Wikis und Blogs, von Applikationen für Business Process Management und Business Intelligence sowie von Architekturen und Rich-Internet-Applikationen.

Fotogalerie: Weitere Ergebnisse des "Alfresco-Open-Source-Barometers"

Bei Unternehmen, die Open Source nutzen, liegen Tomcat und JBoss als Applikationsserver in der Gunst ganz weit vorne (Bild: Alfresco).


Noch ist unklar, welches Tool sich in Unternehmen zur Erstellung von Blogs durchsetzen wird. WordPress hat jedoch die beste Ausgangsposition (Bild: Alfresco).


Auch bei Portallösungen hat der Markt das letzte Wort noch lange nicht gesprochen. Noch führt JBoss, Microsofts SharePoint, dem der Hersteller seit kurzem große Bedeutung beimisst, könnte jedoch in den kommenden Monaten aufholen (Bild: Alfresco).

weifel am durchgängigen Microsoft-Stack

"Eines der Ziele der Umfrage war es, die Auswirkungen von SharePoint auf den Open-Source-ECM-Markt zu ermitteln", erklärt Alfresco-Manager Ian Howells. "Die meisten Open-Source-Anwender führen die Evaluierung unter Windows durch, wobei jedoch 86 Prozent von ihnen .NET/Web Parts nicht verwenden und 92 Prozent Silverlight nicht einsetzen. Laut der Umfrage nutzen dagegen über 50 Prozent der Anwender eine Java-Architektur und AJAX."

Hieraus lässt sich beispielsweise schließen, dass die befragten Windows-Anwender nach einer Open-Source-Alternative zu SharePoint suchen und eine Java-Architektur wünschen", sagt Howell. Dieses Ergebnis spielt natürlich Alfresco in die Hände, ist doch der Anbieter genau in dieser Nische positioniert. Als weitere Erkenntnis lasse sich ableiten, so Howell, dass Unternehmen zunehmend eine gemischte Umgebung aus Open-Source-Lösungen und herstellerspezifischen Produkten einsetzten.

Nutzung von Java und AJAX in Unternehmen
Jeweils über die Hälfte der von Alfresco Befragten verwendet eine Java-Architektur oder AJAX beziehungsweise beabsichtigt, dies zu
 tun (Bild: Alfresco).

Weitere Ergebnisse des Open-Source-Barometers

In einer Open-Source-ECM-Umgebung wünschen sich zwei Drittel der Befragten einen Web-2.0-ähnlichen Browser für den Content-Zugriff. Dagegen sind die meisten Anwender nicht auf bestimmte Blogs oder Wikis festgelegt. In der Regel nutzen sie die integrierte Blog- oder Wiki-Funktion für ihre ECM-Aktivitäten. Auch bei Business Process Management oder Business Intelligence hat sich unter den von Alfresco befragten Unternehmen noch keine deutliche Präferenz für ein bestimmtes Open-Source-Produkt herausgebildet.

Bei Open-Source-Infrastruktur dominieren Red Hat und Ubuntu. Die Ergebnisse stehen im Einklang mit denen früherer Open-Source-Barometer-Umfragen und sind nicht weiter überraschend. Auch bei den verwendeten Applikationsservern gibt es wenig Neues: Es führtTomcat mit 67 Prozent weiterhin unangefochten. Lediglich JBoss kann mit 15 Prozent noch einen nennenswerten Anteil erringen.

Fotogalerie: Weitere Ergebnisse des "Alfresco-Open-Source-Barometers"

Bei Unternehmen, die Open Source nutzen, liegen Tomcat und JBoss als Applikationsserver in der Gunst ganz weit vorne (Bild: Alfresco).


Noch ist unklar, welches Tool sich in Unternehmen zur Erstellung von Blogs durchsetzen wird. WordPress hat jedoch die beste Ausgangsposition (Bild: Alfresco).


Auch bei Portallösungen hat der Markt das letzte Wort noch lange nicht gesprochen. Noch führt JBoss, Microsofts SharePoint, dem der Hersteller seit kurzem große Bedeutung beimisst, könnte jedoch in den kommenden Monaten aufholen (Bild: Alfresco).


Nutzer von Open-Source-ECM setzen eine große Zahl unterschiedlicher Business-Intelligence-Löungen ein. Eine deutliche Präferenz für die Open-Source-Lösungen Pentaho und Jaspersoft ist nicht auszumachen (Bild: Alfresco).


Der Webbrowser hat sich als bevorzugtes Tool für den Zugriff auf Portale durchgesetzt und wird wahrscheinlich noch Anteile hinzugewinnen (Bild: Alfresco).


Welches Tool Unternehmen bevorzugt zur Erstellung von Wikis einsetzen werden, ist noch nicht entschieden. Microsofts SharePoint liegt auch in dieser Kategorie noch gut im Rennen (Bild: Alfresco).

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SOA: Ernüchterung macht sich breit

SOA: Ernüchterung macht sich breit

Die Ergebnisse einer Gartner-Studie legen nahe, dass SOA nicht mehr so populär ist wie vor einem Jahr. Gründe sind wahrscheinlich die größere Reife der Technologie und die Erkenntnis, dass auch SOA nicht über Nacht Ergebnisse bringt.

Von Peter Marwan, 12. November 2008 

Einem Bericht der Analysten von Gartner zufolge hat seit Jahresbeginn "die Zahl der Organisationen dramatisch abgenommen, die sich das erste Mal mit SOA beschäftigen wollen." Im vergangenen Jahr hätten 53 Prozent der Befragten geplant, erste SOA-Gehversuche zu unternehmen, dieses Jahr seien es nur noch 25 Prozent.

Derzeit laufen bereits bei etwas über der Hälfte der von Gartner weltweit befragten Firmen Projekte mit SOA-Hintergrund. Es ist anzunehmen, dass sich ein großer Teil davon im vergangenen Jahr noch in der Planungsphase befand. Interessant ist jedoch, dass die Zahl der SOA-Verweigerer zugenommen hat: Während es 2007 lediglich sechs Prozent waren, sind es jetzt 16 Prozent.

Gartner-Mitarbeiter Daniel Sholler führt das darauf zurück, dass Firmen eingesehen hätten, dass SOA nichts sei, was man im Vorübergehen mitnehmen könne, und dass viele Überlegungen und Beratungen notwendig seien, um zu gewährleisten, dass sich SOA-Anstrengungen als lohnenswert erweisen. Außerdem bestehe nach wie vor ein Mangel an gut ausgebildeten Experten.

Problemfelder: Fachkräftemangel und ROI

Die zwei wichtigsten Gründe, warum sich Firmen nicht in Richtung SOA engagieren wollen, sind laut Gartner genau dieser Mangel an Fachkräften und Fähigkeiten sowie das Fehlen eines brauchbaren Business Case. Die Gespräche mit vielen Kunden hätten gezeigt, dass im Markt Unklarheit darüber herrsche, wie sich SOA auch betriebswirtschaftlich rechnen lässt. Aber selbst wenn eine Kosten-Nutzen-Rechnung positiv für SOA ausfalle, seien die benötigten Fähigkeiten nicht im Unternehmen zu finden. Die Kosten, diese intern aufzubauen oder extern zuzukaufen, seien aber oft abschreckend hoch.

Bereits im vergangenen Jahr hatte das Marktforschungsunternehmen Nucleus Researchdarauf hingewiesen, dass in einer von ihm durchgeführten Befragung nur etwas über ein Drittel der Firmen einen ROI ihrer SOA-Anstrengungen nachweisen konnten. Daraus weitreichende Schlüsse zu ziehen, könnte aber übereilt sein.

Zahlreiche Experten, darunter auch der Berater Kai-Uwe Schäfer, weisen immer wieder darauf hin, dass der Nutzen einer solchen Architektur erst nach einiger Zeit sichtbar wird. "Neben den initialen Aufwendungen für Software, Schulungen und Umstrukturierungen erfordert eine Messung des Return on Investment typischerweise eine längere Phase der Stabilisierung sowie den erfolgreichen Abschluss erster Projekte." Zudem hätten SOA-Implementierungen immer auch einen fachbereichübergreifenden Charakter, was die traditionelle Vergabe von Projektbudgets und ROI-Messungen erschwere.

Wo SOA jetzt im Gartner-Hype-Zyklus steht

Das Ende von SOA ist damit jedoch bei weitem nicht eingeläutet: Entsprechend dem "Hype-Zyklus", den Gartner für die Markterschließung durch Technologien als typisch ansieht und der sich für einige Technologien auch bereits als wahr erwiesen hat, folgen dem derzeitigen Status auch wieder bessere Zeiten. Nach dem "Tal der Enttäuschungen", das eine Technologie laut Gartner durchschreiten muss, wenn sie die anfänglichen (übertriebenen) Erwartungen nicht erfüllen kann, folgt eine ruhigere Phase, "in der die Praktiker die Ärmel hochkrempeln, sich hinsetzen und versuchen herauszufinden, wie sich alles in die Tat umsetzen lässt".

Sholler empfiehlt, das Hauptaugenmerk jetzt daher darauf zu legen, Shared Services und die notwendigen Governance-Prozesse zu schaffen. Größere Unternehmen mit mehr als 5000 Mitarbeitern sieht er vor der Herausforderung, einheitliche Regeln der Unternehmensführung durchzusetzen.

"Der Einsatz moderner Programmierumgebungen ist mit SOA eng verknüpft," so Sholler. "Das legt nahe, dass sich eine wachsende Zahl von Firmen im Zusammenhang mit neuen Entwicklungen mit SOA beschäftigt, die Java, Microsoft .NET und einige der dynamischen Programmiersprachen wie Perl, Python, PHP und Ruby stehen." Es gelte daher auch, darüber nachzudenken, wie sich SOA in herkömmlichen Programmierumgebungen realisieren lasse, denn Fachkräfte, die beide Welten zusammenbringen können, dürften auch in Zukunft knapp sein.

Gartner fand zudem heraus, dass die Reife von SOA und die SOA-Pläne von Firmen sich je nach Region stark unterscheiden. In Europa sind die Adaptionsrate und Akzeptanz besonders ausgeprägt, in Nordamerika mäßig und in Asien schwach. In Europa ist auch der Anteil der Firmen, die sich durch SOA keinerlei Vorteile versprechen, besonders niedrig.

In Nordamerika sieht Gartner zwar eine hohe Prozentzahl von Firmen, die bereits auf SOA setzen, aber die Zahl derjenigen mit SOA-Plänen in den kommenden zwölf Monaten ist vergeleichsweise niedrig. Außerdem hat ein größerer Anteil als in Europa keinerlei SOA-Ambitionen. In Asien ist die Adaptionsrate nicht einmal halb so hoch wie in den anderen Regionen. Außerdem will dort die Mehrheit der Firmen auch innerhalb der nächsten zwölf Monate nichts in dieser Richtung unternehmen.

RFID: Was heute schon geht - und was nicht funktioniert

RFID: Was heute schon geht - und was nicht funktioniert

Die erste Aufregung um RFID ist vorbei, der Alltag hält Einzug. Aber noch experimentieren viele Firmen mit der Technologie. ZDNet stellt Projekte vor und erklärt, warum sie zum Erfolg geführt haben oder warum sie gescheitert sind.

Von Peter Marwan, 1. Dezember 2008 

Bald kann man es schon nicht mehr hören: Wird von RFID gesprochen, fällt nahezu automatisch auch der Name der Metro Group. Klar, das Handelsunternehmen ist mit seiner Marktmacht einer der wichtigen treibenden Kräfte im deutschen Groß- und Einzelhandel, und viele Lieferanten müssen sich nach seinen Anforderungen richten. Aber es muss doch auch andere Anwendungsgebiete als Europaletten, Obstkörbchen und Fleischverpackungen geben.

nd es gibt sie - aber ihnen wird noch zu wenig Aufmerksamkeit zuteil. ZDNet hat sie aufgespürt und ist den Fragen nachgegangen, ob und wie sich RFID in unterschiedlichen Branchen und Szenarien heute schon wirtschaftlich einsetzen lässt.

Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie hat bereits im Frühjahr eine Studie zu dieser Fragestellung durchgeführt. Deren Ergebnis in einem Satz: Das Potenzial von RFID ist in deutschen Unternehmen noch weitgehend ungenutzt. Die Gründe dafür sahen die Fraunhofer-Experten in der mangelnden Konsequenz bei RFID-Einführungen sowie in technischen Schwierigkeiten.

Befragt wurden rund 100 Unternehmen aus ganz unterschiedlichen Branchen. Etwa 80 Prozent davon bezeichneten ihre Erfahrungen mit RFID als negativ. Fazit: "Es wird offensichtlich viel Geld in Pilotprojekte investiert, doch diese bringen dann nicht den erhofften Nutzen."

Wirtschaftlichkeitsprüfung ist ausschlaggebend für den Erfolg

Woran kann die häufig festgestellte Unrentabilität liegen? Auch darauf liefert die Studie ein Antwort: Fast ein Viertel der Unternehmen hat sich für RFID entscheiden, ohne vorher systematisch die Wirtschaftlichkeit zu prüfen. Da verwundert es kaum, dass gerade diejenigen, die RFID aus wirtschaftlichen Gründen eingeführt haben, ihre Ziele oft nicht erreichten. Und obwohl fast drei Viertel der Befragten Prozessoptimierung als das vorrangige Ziel der RFID-Einführung nannten, waren Fachabteilungen nur selten am Projekt beteiligt.

Auch das in Stuttgart ansässige International Performance Research Institute (IPRI) hat bereits vor einigen Monaten als Fazit einer eigenen Untersuchung festgestellt, dass "eine Entscheidung über die Anwendung von RFID, die sich ausschließlich an der technischen Machbarkeit orientiert, zu kurz greifen würde. Vielmehr muss die Adaption einer neuen Technologie als strategische Entscheidung interpretiert werden, die an ökonomischen Maßstäben auszurichten ist."

Inzwischen haben sowohl das IPRI als auch das Forschungsinstitut für Rationalisierung (FIR) an der RWTH Aachen jeweils mehrere Firmen intensiv bei deren RFID-Gehversuchen begleitet - mit interessanten Detailergebnissen, was Erfolgsfaktoren und Wirtschaftlichkeitsberechnungen anbelangt.

Lohnt sich RFID als Barcode-Ersatz?

Gemeinsam mit IPRI untersuchte der Verpackungshersteller Bischof + Klein aus dem nordrhein-westfälischen Lengerich, ob sich die Ablösung der bereits seit langem etablierten Barcode-Lösung im Wareneingang durch RFID wirtschaftliche Vorteile bringen würde. Außerdem sollte festgestellt werden, ob sich die Rückverfolgbarkeit der optisch kaum zu unterscheidenden Rollen und Folien im und nach dem Produktionsprozess dadurch so verbessern lässt, dass es sich für das Unternehmen lohnen würde.

Mögliches Einsparpotenzial durch RFID sah man bei Bischof + Klein durch einen reduzierten Aufwand beim Etikettieren im Wareneingang, möglicherweise geringeren Kosten für Etiketten und der Automatisierung der bislang manuell erledigten Buchungen. Die mit RFID mögliche automatische Identifikation der Rollen mit Kunststofffolie könnte zudem die Zuordnung zu Produktionsaufträgen und die Rückverfolgbarkeit erleichtern, was insbesondere bei Aufträgen für Kunden, die Hygieneprodukte oder Nahrungs- und Genussmittel verpacken, bedeutsam wäre.

Bei dem Versuch galt es, auch technische Hürden zu überwinden: Viele der verarbeiteten Folien sind aluminiumbeschichtet, und viele der Hülsen, auf denen die Folien aufgewickelt sind, müssen wegen des Gewichts aus Stahl sein. Beides beeinträchtigt das Funktionieren von RFID. Außerdem kann das bisher verwendete Barcode-System nicht aufgegeben werden, denn bei Defekten eines RFID-Tags hätte Bischof + Klein in der laufenden Produktion meist keine Möglichkeit, das halbfertige Produkt zu identifizieren.

Nach Abwägung aller Kosten- und Einsparungspotenziale kam das Unternehmen zu dem Schluss, dass "unter den gegebenen Umständen eine Investition in RFID nicht sinnvoll erscheint". Das Projekt sieht man dennoch nicht als Fehlschlag, existiert doch nun eine fundierte Begründung gegen den RFID-Einsatz. Ähnliche Erfahrungen gibt es übrigens auch in anderen Bereichen, in denen gut durchorganisierte Prozesse auf Barcode-Grundlage fest etabliert sind.

Auch beim Aachener FIR hat man diese Erfahrung gemacht: "Wenn sich der RFID-Einsatz lohnt, dann selten als Barcode-Ersatz. Der Nutzen von RFID kommt in den meisten Fällen erst durch eine Reorganisation der Abläufe und einen höheren Automatisierungsgrad zum Tragen", erklärt Institutsmitarbeiter Daniel Dünnebacke. Und Insider berichten, dass trotz großer Bemühungen von Herstellern und Dienstleistern die Umstellung des Gepäckhandlings an Flughäfen von Barcode auf RFID derzeit nicht wirtschaftlich durchführbar sei.

ohnt sich RFID beim Warenausgang?

Mit dem Stuttgarter Automobilzulieferer Behr untersuchte IPRI, ob sich die Einfach-Verwendung von RFID-Tags im Warenausgang wirtschaftlich einführen lässt. Behr liefert Fahrzeugklimatisierung und Motorkühlung an Pkw- und Nutzfahrzeughersteller. Die Schwaben beschäftigen weltweit rund 20.000 Mitarbeiter an 17 Entwicklungsstandorten in 28 Produktionswerken sowie 12 Beteiligungsgesellschaften und erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2007 rund 3,4 Milliarden Euro Umsatz.

Durchgeführt wurde der RFID-Test im Werk Neustadt, in dem täglich rund 5500 Klimaanlagen montiert und 60.000 Kunststoffteile gefertigt werden. Auch hier werden bereits Barcodes zur Identifikation eingesetzt. Das manuelle Scannen am Ende der Produktion und vor der Verladung am Warenausgang ist jedoch sehr zeitaufwändig. Mögliche Vorteile von RFID wären kürzere Scanzeiten, bessere Rückverfolgbarkeit und eine reduzierte Fehlerquote beim Versand.

Technische Probleme gäbe es bei der Lösung keine, die in speziellen Transportbehältern jeweils zu mehreren eingepackten Klimaanlagen ließen sich beim Durchfahren einer Scan-Einrichtung zu 100 Prozent korrekt erfassen. Die Zeit zur Beantwortung von Kundenrückfragen reduzierte sich dadurch um eine Stunde, die Prüfzeit um fünf Stunden pro Woche.

Dennoch verzichtet Behr auf den RFID-Einsatz, da die Kosten letztendlich die erzielbaren Einsparungen übersteigen würden. Der Grund: Die geeigneten, einmal verwendbaren RFID-Tags kosten derzeit in den von Behr benötigten Mengen (circa 1,375 Millionen pro Jahr) immer noch rund 9 Cent pro Stück. Unterm Strich wäre dadurch die RFID-Lösung jährlich rund 50.000 Euro teurer als die derzeitige Barcode-Lösung. Auch hier lautet das Fazit also: Die wirtschaftliche Ablösung eines funktionierenden Barcode-basierenden Prozesses schafft RFID nicht.

Bestätigt werden diese Ergebnisse durch eine vergleichbare Evaluierung des FIR bei der Dalli Group, einem Markenhersteller von Handelsmarken (Körperpflegeprodukte sowie Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel). Dort wurde im Warenausgang ebenfalls darüber nachgedacht, manuelle Tätigkeiten und die Fehlerquote durch RFID zu minimieren.

Die Produkte werden mit zahlreichen unterschiedlichen Verpackungsversionen in über 30 Länder versandt. Falsch versandte Ware müsste teuer zurückgeholt werden. Untersucht wurde, ob sich RFID bereits in der Produktion zur Separierung der Länderversionen eignet.

Aber auch hier zeigte eine genaue Analyse, dass das anfänglich vermutete Potenzial mit einer RFID-Lösung nicht erreichbar ist. In diesem Fall trug jedoch während der Planungsphase die allgemeine Verbesserung von Arbeitsabläufen bereits so weit zur Fehlerreduzierung bei, dass das kleine verbleibende Fehlerrisiko die notwendigen Investitionen nicht mehr rechtfertigte.

Lohnt sich RFID in der Produktionssteuerung?

Einen in der Öffentlichkeit bisher wesentlich weniger diskutierten, deswegen aber nicht uninteressanteren Einsatzzweck für RFID erprobte Hansgrohe. Bei dem Armaturenhersteller und Badausstatter erfolgt die Produktionssteuerung durch Kanban-Karten: Ist eine Teilebox in der Endmontage leer, wurde die zugehörige Karte bisher in eine Art Briefkasten geworfen, den ein Mitarbeiter täglich einmal geleert und zum Produktionswerk gebracht hat.

Im Projekt wurden zwar die Kanban-Karten beibehalten, aber mit RFID-Tags bestückt. Wegen der Menge der zu speichernden Informationen und dem Einsatzszenario wurden UHF-Tags (868 MHz) ausgewählt. Bei der internen Verwendung stört nicht, dass diese Tag-Klasse nicht weltweit einheitlich standardisiert ist. Die Tags kosten in der von Hansgrohe benötigten Menge (rund 4000) etwa 15 Cent pro Stück. Als Middleware verwendet der Hersteller die Auto ID Infrastructure von SAP.

Die Einsparungen entstehen einerseits durch das automatisierte Einlesen der Karten. Die bisher damit beschäftigte Person kann anderweitig eingesetzt werden. Andererseits befindet sich Hansgrohe aber auch in der glücklichen Situation, das der Hersteller einen Auftragsstau hat: Auf jedes zusätzlich produzierte Teil wartet schon ein Abnehmer, schnellere Produktion bedeutet daher auch mehr Umsatz und Gewinn. Indem die Karteninformation nun bereits beim Einwurf in den Briefkasten vom RFID-Tag ausgelesen wird, erhält die Produktion die notwendigen Informationen früher: Die Steuerung der Produktion wurde effektiver.

Dieser Aspekt gab letztlich den Ausschlag dafür, dass sich der RFID-Einsatz bei Hansgrohe trotz der vergleichsweise hohen Anschaffungskosten über drei Jahre gerechnet lohnt. Als zweiten Erfolgsfaktor machen die Verantwortlichen den Einsatz in einem geschlossenen Kreislauf aus: Dadurch müssen die RFID-Chips nur einmal angeschafft werden, und im genutzten Szenario ist zudem relativ wenig Hardware zum Einlesen notwendig. Die Fehlerquote ist vernachlässigbar: Seit dem Start im März traten lediglich an vier Tags Defekte auf - an einem davon, weil eine Gitterbox darauf abgestellt wurde.

Auch hier bestätigen die Aachener Untersuchungen die Ergebnisse der Stuttgarter Kollegen: Der Einsatz in einem geschlossenen Kreislauf - entweder firmenintern oder in einem Partnernetzwerk - würde nach ihren Berechnungen auch bei zwei ihrer Pilotpartner wesentlich zum RFID-Erfolg beitragen. Der Lebensmittelhersteller Zentis möchte die Technologie zur Verwaltung von etwa 15.000 großen Metallbehältern nutzen, die sowohl im Unternehmen als auch bei Partnern unterwegs sind. Das Universitätsklinikum Aachen will mit RFID die Verwaltung der Betten effizienter gestalten - also ebenfalls einen internen Prozess.

Fazit: Erfolgschancen des RFID-Einsatzes abschätzen

Neben dem nahezu klassischen Einsatz in der Logistik, etwa dem Behälter-, Waren- und Bestandsmanagement reicht das Einsatzspektrum von RFID aber wesentlich weiter. Denkbar sind auch Asset Management, Diebstahlschutz, Ersatzteil-Identifikation oder Zeiterfassung.

Der Einsatz wird aber nach Ansicht vieler Experten nach wie vor von den Anbietern von RFID-Lösungen forciert. Sie wollen natürlich ihre Produkte verkaufen und orientieren sich an deren technischen Möglichkeiten. Potenzielle Kunden sehen aber vor allem hohe Kosten und ungewisse Vorteile, nicht zuletzt, da oft unklar ist, wie sich Kosten und Nutzen in dem komplizierten Geflecht, in dem RFID-Projekte stattfinden, gegeneinander abwägen lassen.

Sowohl das Aachener Forschungsinstitut für Rationalisierung als auch das Stuttgarter IPRI haben mit Pilotpartnern diesbezüglich Fortschritte erzielt. Ein Ergebnis aus Stuttgart ist eine Bewertungsmatrix, die eine erste grobe Abschätzung erlaubt, ob sich eine intensivere Beschäftigung mit RFID lohnt. Das zweite ist die Website RFIDiki, auf der neben Wissen rund um RFID auch Fallstudien gesammelt werden, die demselben Ziel dienen.

In Aachen wurde mehr Wert auf die Entwicklung einer praxisnahe Methodik zur detaillierten Planung und monetären Bewertung von Kosten und Nutzen von RFID-Lösungen gelegt. Auf Anfrage stellen die Institutsmitarbeiter diese Methodik Unternehmen gerne in einem kurzen Workshop vor. Im Anschluss kann bei Interesse der konkrete Anwendungsfall von RFID im Unternehmen analysiert und die spezifischen Kosten un der zu erwartenden Nutzen ermittelt werden. Aufgrund der praxisnahen Methodik ist dieses Vorgehen gerade auch für mittelständische Firmen interessant.

Zudem wird das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik am 11. Dezember eine weitere Studie mit ähnlicher Zielrichtung wie die Untersuchungen von IPRI und FRI vorstellen. Ihr Fokus liegt jedoch auf Einsatzmöglichkeiten in der Produktionssteuerung. Damit wird ein wichtiges Problem der Anwender allmählich behoben: Dass zu wenig aussagekräftige und gut dokumentierte Vergleichsprojekte existieren.

Saturday, December 06, 2008

Mistrust of India Forges Sense of Unity in Pakistan

Mistrust of India Forges Sense of Unity in Pakistan
Washington Post Foreign Service 
Saturday, December 6, 2008; Page A08

ISLAMABAD, Pakistan, Dec. 5 -- Fateh Khan doesn't know much about the fight against terrorism. He doesn't know much about the attacks that killed more than 170 people in Mumbai last week, either. But if there is one thing the Pakistani taxi driver feels sure about, it's that after three wars, India -- not terrorism -- remains the No. 1 threat to his country.

"Every Pakistani is clear that India is the enemy state," Khan said. "Pakistan has always tried to live at peace with India. But India has not tried for peace."

As more details emerge about alleged Pakistani links to the three-day siege in India's financial capital last week, a rare national unity is coalescing in Pakistan, centered on its old enemy. Although debate continues about how to manage attacks on politicians and government institutions by armed Pakistani groups, the Indian accusations against Pakistan after the Mumbai attacks have reminded many of India's 60-year role as the primary security threat here.

From Taliban commanders in the northwest to liberal businessmen in Islamabad, the capital, Pakistanis have this week been rallying around the flag. Tensions with India have prompted pledges of support for the government even from the Taliban, the growing insurgent force based on the tribal agencies of the country's North-West Frontier Province.

This week, several leaders of armed Islamist groups in that region vowed to lay down their arms against the government and stand with Pakistan's military in the event of a clash with India -- a turnaround for groups that in the past six years have killed more than 1,200 Pakistani troops.

"We may have a dispute with the Pakistan government, but we would set aside our differences if our homeland was threatened by outside powers," said Maulvi Nazir, head of a powerful Pakistani Taliban splinter group in the tribal area of South Waziristan. "We would raise a force of 15,000 tribal Taliban to fight on the side of Pakistan's armed forces. We would infiltrate 500 suicide bombers into India to cause havoc there."

That promise of assistance has not gone unnoticed in Islamabad.

In a briefing with reporters after the Mumbai attacks, several top officials of Pakistan'sInter-Services Intelligence agency, or ISI, said they welcomed the offers of support from Nazir and Taliban leaders such as Baitullah Mehsud.

Only a year ago, Mehsud, who reportedly commands thousands of foot soldiers in his native South Waziristan, was Pakistan's most wanted man. Days after the assassination of former Pakistani prime minister Benazir Bhutto, Mehsud's name surfaced as the possible perpetrator of the Dec. 27 bomb attack that killed her.

Rahimullah Yusufzai, a Pakistani journalist based in the northwestern city of Peshawar, said the current mood among insurgent leaders such as Nazir and others in the region is sharply anti-Indian and pro-Pakistani. But Yusufzai cautioned that an opportunistic impulse lies beneath the groups' recent avowals of support for the government against India.

"Right now, these are only statements. They are offering support, but they are also saying that in return for their support the military must stop its operations in the tribal areas, in Swat and other places," Yusufzai said. "They are trying to seize the moment and say, 'Look we're not anti-state, not anti-Pakistan.' But the government has to be careful. It should not respond by pulling out troops."

Many ordinary people in northwestern cities such as Peshawar are wary of expressions of national unity and more inclined to empathize with India's position, Yusufzai said. Hundreds of civilians have been killed and wounded in insurgent attacks this year, and the mounting violence has sensitized the population to the government's failure to rein in terrorists within Pakistan.

"There is a feeling that these jihadi groups need to be cut down to size," Yusufzai said. "People here have seen up close the results of their activities, so they are probably more inclined to believe some of the Indian accusations."

On Friday evening, a car bomb exploded in Peshawar, killing at least 20 people and injuring scores more, the Associated Press reported. Neither the motive nor the identity of the perpetrators was clear, but provincial government chief Haider Khan Hoti said "external forces" could be to blame -- a comment understood in Pakistan to mean India, the AP said.

Before the Mumbai attacks, Pakistan was already deeply divided over how to deal simultaneously with the internal threats posed by extremist groups and the external pressures from countries such as India and the United States. Since the attacks, that fracture has given rise to a heated public debate.

In a column Friday in the popular English-language newspaper Dawn, Pakistani defense analyst and author Ayesha Siddiqa noted the Pakistani Taliban's apparent overnight transformation from pariah to patriot amid the public furor over the events in Mumbai. "And hadn't we been informed earlier that all these 'patriotic' warriors were in fact murdering Pakistan's people and its brave soldiers?" Siddiqa wrote.

"We could cry ourselves hoarse about a foreign conspiracy to finish Pakistan, but it would not change the fact that Pakistan faces the threat of being internationally ostracized unless it begins to look inwards," Siddiqa added.

Since its founding in 1947, Pakistan has been ruled by a succession of military generals, wavering all the while between war and tense detente with India. Civilian governments have historically been short-lived and widely seen as ineffectual against threats to national security, particularly from India. But after the resignation this year of President Pervez Musharraf, the country's former army chief, expectations were high that the civilian government elected in February would reverse that perception.

Nearly four months after Musharraf stepped down, those hopes remain largely unfulfilled. Overwhelmed by economic crisis and the continuing insurgent threat, the new government has failed to mend the country's divisions and bring the military establishment to heel, experts say. Many of the militant groups propped up by the military in the 1980s and '90s have expanded their reach, and some still enjoy support from rogue elements within the military, according to U.S. military officials and intelligence experts.

Samina Ahmed, country director for the International Crisis Group in Pakistan, said the chasm between Pakistan's military and its civilian government undercuts the possibility of stability in the region as a whole. Pointing to several failed attempts by the civilian government this year to gain control of intelligence operations, Ahmed said conflict with India will remain imminent until the clash between the military and civilian cultures is resolved in Pakistan.

"What you see is a house divided, in which the military is hostile, and there's been a pushback from the civilian government, as well," Ahmed said.

After decades of diplomatic brinkmanship with India, many ordinary Pakistanis are skeptical of India's assertions of a Pakistani tie to the massacre in Mumbai. Yet many also appear to agree that another armed conflict with Pakistan's nuclear rival in the region should be the last option on the table.

"Whatever happened in [Mumbai] is a problem for the whole world. It's not just a problem for Pakistan or India," said Mohammed Ejaz, an Islamabad clothes vendor. "This should not reopen old wounds or hostilities, because any conflict would engulf the whole region."

Klügere Männer haben besseres Sperma

06.12.2008 

Klügere Männer haben besseres Sperma

Die Spermaqualität von Männern hängt mit ihrer Intelligenz zusammen - zumindest ein bisschen. Das hat ein internationales Forscherteam nachgewiesen. An einem womöglich gesünderen Lebenswandel der klügeren Männer liegt der Zusammenhang offenbar nicht.

--- from spiegle.de

Das Forscherteam um Rosalind Arden analysierte Daten von ehemaligen US-Soldaten, die während des Vietnamkrieges ihre Dienstzeit absolvierten. Von den insgesamt 425 Männern lagen jeweils mehrere Intelligenztest-Ergebnisse und Daten über verschiedene Eigenschaften ihres Samens vor. Zwischen den Werten fanden Rosalind Arden vom King's College in London und ihre Kollegen schwache aber dennoch bedeutsame Korrelationen.

Menschliches Sperma: Beweglichkeit und Menge korreliert mit Intelligenz
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Corbis

Menschliches Sperma: Beweglichkeit und Menge korreliert mit Intelligenz

Der Zusammenhang zwischen Köpfchen und Spermaqualität habe nichts mit "Alter, Body Mass Index, Zeiten sexueller Abstinenz, dem Dienst in Vietnam oder dem Missbrauch von Alkohol, Tabak, Marihuana oder harten Drogen" zu tun, schreiben die Mediziner im Fachblatt "Intelligence". Sowohl die Konzentration und absolute Spermien-Menge als auch die Beweglichkeit der Spermien hänge mit dem Faktor Intelligenz zusammen.

Die Forscher gehen allerdings nicht davon aus, dass Gehirnjogging auch das Sperma fitter machen kann. Sie vermuten eher, dass es einen Zusammenhang mit einem allgemeineren genetischen Faktor gibt, der sowohl Intelligenz als auch Samenqualität beeinflusst.

Allan Pacey, Fertilitätsfachmann an der University of Sheffield, sagte der BBC zum Thema: Dass man "eine statistische Beziehung zwischen Intelligenz und Samenqualität bei erwachsenen Männern herstellen kann", sage vermutlich "mehr über die parallele Entwicklung von Gehirn und Hoden in der Gebärmutter" als nahezulegen "dass Sodoku-Spielen irgendwie die Samenproduktion anregen kann".


The quality of a man’s sperm depends on how intelligent he is, and vice versa

Balls and brains

Dec 4th 2008
From The Economist print edition

The quality of a man’s sperm depends on how intelligent he is, and vice versa


Illustration by Peter Schrank

THERE are few better ways of upsetting a certain sort of politically correct person than to suggest that intelligence (or, rather, the variation in intelligence between individuals) is under genetic control. That, however, is one implication of a paper about to be published in Intelligence by Rosalind Arden of King’s College, London, and her colleagues. Another is that brainy people are intrinsically healthier than those less intellectually endowed. And the third, a consequence of the second, is that intelligence is sexy. The most surprising thing of all, though, is that these results have emerged from an unrelated study of the quality of men’s sperm.

Ms Arden is one of a group of researchers looking into the connections between intelligence, genetics and health. General intelligence (the extent to which specific, measurable aspects of intelligence, such as linguistic facility, mathematical aptitude and spatial awareness, are correlated in a given individual) is measured by psychologists using a value called Spearman’s g. Recently, it has been discovered that an individual’s g value is correlated with many aspects of his health, up to and including his lifespan. One possible explanation for this is that intelligent people make better choices about how to conduct their lives. They may, for example, be less likely to smoke, more likely to eat healthy foods or to exercise, and so on.

Alternatively (or in addition) it may be that intelligence is one manifestation of an underlying, genetically based healthiness. That is a view held by many evolutionary biologists, and was propounded in its modern form by Geoffrey Miller of the University of New Mexico, who is one of Ms Arden’s co-authors (and, as it happens, her husband). These biologists believe intelligence, as manifested in things like artistic and musical ability, is such a reliable indicator of underlying genetic fitness that it has been chosen by members of the opposite sex over the millennia. In the ensuing arms race to show off and get a mate it has been exaggerated in the way that a peacock’s tail is. This process of sexual selection, Dr Miller and his followers believe, is the reason people have become so brainy.

Hitting the g spot

Ms Arden sought to test this idea in a way that excluded intelligent choice and got directly at any correlations between intelligence and health that operate at the physiological level. She chose sperm quality because it is both easily measured and about as far from intelligent choice as it is possible to imagine—and because the relevant data had already been collected.

Her retrospective “volunteers” were former American soldiers enrolled in what was known as the Vietnam Experience Study. In 1985 almost 4,500 veterans of that war volunteered for extensive medical and mental examinations. Some of them gave semen samples that were analysed for sperm concentration (ie, number of sperm per cubic centimetre), sperm count (ie, total number of sperm in the ejaculate) and sperm motility.

Ms Arden found 425 cases where samples had been collected and analysed from unvasectomised men who had managed to avoid spilling their seed during the collection process and had answered all the necessary questions for her to test her hypothesis, namely that their g values would correlate with all three measures of their sperm quality.

They did. Moreover, neither age nor any obvious confounding variable that might have been a consequence of intelligent decisions about health (obesity, smoking, drinking and drug use) had any effect on the result. Brainy men, it seems, do have better sperm.

By implication, therefore, they have fitter bodies over all, at least in the Darwinian sense of fitness, namely the ability to survive, to attract mates and to produce offspring. That is an important finding. Hitherto, biologists have tended to disaggregate the idea of fitness into a series of adaptations that are more or less independent of each other. This work adds to the idea of a general fitness factor,f, that is similar in concept to g—and of which g is one manifestation. To him that hath, in other words, shall be given. Unfortunately for the politically correct, Dr Miller’s hypothesis looks stronger by the day.

Friday, December 05, 2008

Wind power is growing fast

Blow hard

Dec 5th 2008
From Economist.com

Wind power is growing fast


THE first wind farms sprouted in California in the early 1980s, thanks to generous tax credits. Today's machines typically have a capacity of 1.5-2.5 megawatts, or 30 to 50 times that of early turbines. Although wind generates only about 1% of all electricity globally, it provides a respectable portion in several European countries: 20% in Denmark, 10% in Spain and about 7% in Germany. Capacity in America jumped by 45% last year to reach nearly 17 gigawatts (GW). China has nearly doubled its capacity every year since 2004. Globally, wind power installations are expected to triple from 94GW at the end of 2007 to nearly 290GW in 2012, according to BTM Consult, a Danish market-research firm.

AFP

A new tool makes it easier to see the Web changing over time

Friday, December 05, 2008

Back-Button to the Future

A new tool makes it easier to see the Web changing over time.

By Erica Naone---technologyreview.com

Huge quantities of information are never more than a few clicks away on the Web, but it's not always easy to see what things were like yesterday. News stories and blog posts might be archived, but other information often gets lost. For instance, while it's trivial to find a book's sales ranking on Amazon today, it's less simple to see what it was last week. And for anyone curious about how news evolves, it might not be obvious how a story's prominence has changed--did it get top billing on news sites the day it broke, or was it buried at the bottom of the page? A new tool called Zoetrope is designed to help track such information by letting users browse backward through time.

Credit: Technology Review
MULTIMEDIA
video See how Zoetrope brings a new dimension to Web browsing.

Other projects, such as the Internet Archive, already preserve historical versions of websites. But Mira Dontcheva, a research scientist in the Advanced Technologies Lab at Adobe Systems, where Zoetrope was developed, says the new tool makes it much easier to browse through this kind of data. "Having access to temporal information can help us come up with more compelling stories of what's going on around us," she says.

A user can peer back in time through Zoetrope in several ways. Simply pulling a scrollbar at the bottom of the browser winds a Web page back to show what it looked like hours, days, or months ago. Or, if the user is interested in one specific piece of information, like the price of a certain product, he or she can draw a "lens" over that area of the page to see how it changes.

An experienced user can perform even more-advanced analysis. For example, configured correctly, Zoetrope will recognize a price as it goes up or down and will show the results as a graph. It's also possible to draw lenses on different websites and sync them in order to carry out a historical comparison. For example, a user could use one lens to track weather information and another lens to track movie-attendance figures. Looking at how both lenses change over time might reveal a correlation between bad weather and high movie turnout. Zoetrope can also track some pieces of data as they move about a page over time.

The system is limited, however, by how much historical data is available. To test the tool, the researchers chose 1,000 frequently updated websites and stored information captured every hour over four months. 

But for Zoetrope to cover the entire Web would mean capturing huge amounts of data, says Eytan Adar, a PhD student at the University of Washington who was involved with the research. He has investigated the rates at which people tend to check different pages for updates and says that such information could provide insights into how often pages need to be recorded, thereby reducing the amount of data that needs to be stored. "It's impossible to crawl and capture some of these things at the rate at which they're changing," Adar says. "But for something like Zoetrope, it's a smaller percentage of the Web that we want to track. We don't actually need to get every single page that's out there."

Kris Carpenter, who directs efforts to record Web pages at the Internet Archive, is enthusiastic about the new tool. "This is a fantastic leap forward," she says, adding that Zoetrope could be used as a stand-alone application or eventually become part of the browser. "The advances of the interface are phenomenal in terms of being able to navigate data in a very different way and associate it across websites," Carpenter says. "I think most users have an interest in trying to connect the dots between different sources of information, but there are almost no tools available to make that an easy thing to do." She adds that the Internet Archive is interested in sharing its data with the Zoetrope researchers.

Adobe's Dontcheva says that before Zoetrope can be released, her team intends to develop additional features to make it simpler and more powerful to use. "The interface is still evolving," she says